Was für ein Zufall. Da habe ich heute zum ersten Mal das Debütalbum dieser Berliner Band komplett am Stück angehört, über die ja angeblich ständig und überall gesprochen wird in der Hauptstadt, und schwups erreichte mich nachmittags auch gleich eine Mail mit dem Link zu ihrem neuen Video. Gute Platte übrigens, sie hätte Rocco Clein gefallen, an den ich die ganze Zeit denken musste, während "Wild For Adventure" von Chuckamuck lief.
Promo-CD plus PromozineErst Anfang der Woche jährte sich sein Todestag erneut. Aber es war gar nicht so sehr Traurigkeit, die mich übermannte, eher ein Dauergrinsen, wie es Rocco gerne mal aufsetzte, wenn er seine Lieblingsmusik hörte: Rock'n Roll, am liebsten direkt aus der Garage. Er hätte es, da bin ich mir sicher, zu 100% gehabt, dieses glückselige Lächeln, dieses kindliche Insichreinfreuen, wenn man ihm diese Platte in die Hand gedrückt und ihm die jungen, waschechten Berliner am besten gleich auch noch vorgestellt hätte. Sie hätten dann um die Wette geraucht, er väterlich von einem Früher erzählt, das in den besten Momenten des Lebens für ihn sein Heute war, aber auch darüber, dass dieses Früher auch gar so nicht wichtig sei, hauptsache man rette diese Freude im Jetzt über das Früher auch ins Morgen - könnt ihr mir folgen? Wie auch immer: am Ende, also 1bis 7 bis 17 Bier später, hätten sich alle in den Armen gelegen und sich gegenseitig gefragt, warum nochmal nicht unentscheidende Teile der Meinung verstärkenden Welt auf solche Flachpfeifen wie Pete Doherty standen, stehen oder noch schlimmer: mit ihnen rumgeknutscht haben.
Doch das tut hier eigentlich nichts zur Sache. Schließlich geht es um Mars Mandel und nicht Kate Moss. Und das anfangs angesprochene Video.
Was ich zum Videoclip selbst - ein eigentlich recht langweiliges, aber sicher kosteneffizientes Unterhaltungswerk auf eher zweckdienlichem Niveau noch bemerken möchte, ist: schaut euch auf der entsprechenden Youtube-Seite mal die Tags an, mit denen das Label den Clip versehen hat. Damit ist alles gesagt (im Guten!), wenngleich sich viele Fragen aufdrängen, die ich auch nicht beantworten kann und will. Dummerweise aber bis auf wenige Ausnahmen alles Schlagwörter, die wie aus Versehen auch hier in diesem Text untergekommen sind. Verdammt. Macht euch sicherheitshalber aber bitte auch nochmal selbst auf die Suche nach dem großen Zusammenhang, spätestens ab 18. März beim Plattenhändler des Vertrauens. Es soll am Ende euer Schaden nicht sein. Ach ja, die Tags sind:
Chuckamuck - Wild for adventure - staatsakt - powerpop - kindercountry - powerline - rock and roll - ostsee - urlaub - schokolade - mars mandel - bier - zigaretten - autofahren - zugfahren - berlin - hamburg - london - new
P.S.: Über alles Andere, die Verortung der Jungs zwischen Mitte und Mauer, Galerie Berlin-Tokyo- und Geniale Dilletanten-Retr(otr)äumereien, Spätgeborenen und Dazugezogenen, Beat und Punk, Eis am Stiel und gekühlter Bommerlunder, entwaffnende Banalitäten und komplexe Imagesorgen, Schlager und Grundschludrigkeiten, Psychedelic und Surf, Mars Mandel und Kinder Country, DIY und WYSIWYG ... über all das, und noch viel mehr, werden die Menschen da draußen mit Sicherheit zu berichten wissen, wenn sie nicht ganz auf den muasikalischen Storykopf gefallen sind. Und zweitens: Wie unglaublich beständig ist eigentlich Staatsakt in letzter Zeit (Monate, Jahre)!? Respekt.


Comments (1)
Also, thanks for pointing out Atrium, definitely looks like it's worth the time of trying it out.
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