Armer kleiner Drache - mein erster Sehrkurzfilm

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Seit kurzer Zeit besitze ich eine vernünftige Foto/Video-Kamera. Nicht, dass ich jemals eine auch nur halbwegs ordentliche gehabt hätte. Macht aber Sinn. Ein vernünftiger Technikfuhrpark des freiberuflichen Allround-Jobbers jedenfalls ist ja nicht ganz unwichtig. Außerdem hab ich Lust auf Bilder. Großes Lust. Aber das ist eigentlich nebensächlich. Um was es hier geht: mein erster Gehversuch in Bewegtbild.

Es war Samstagmittag. Leicht angespannt ob des anstehenden Spiels FC gegen FCB (kann ja keiner ahnen was das für ein Fest werden sollte), blickte ich aus dem Wohnzimmerfenster und sah diesen armen, kleinen, bunten Drachen, gefangen in einem Baum, gegeiselt vom Wind, der doch eigentlich sein bester Freund sein sollte. Kamera gezückt, 1:14 Minuten vom Balkon gefilmt, 35 Sekunden unter dem Baum stehend. Und jetzt? Sonntagnachmittag dann packte mich der Ehrgeiz. iMovie angeworfen und Filmchen importiert, angefangen rumzuspielen. Ich habe das Programm zwar schon ab und an mal benutzt, aber nie aus schnittechnischer Sicht, eher als Mittel zum redaktionellen Zweck.

Wie auch immer: es machte Spaß und ist erstaunlich, was man - ohne wirklich Ahnung zu haben - in 2-3 Stunden damit machen kann. Aus gerade mal zwei Minütchen Film, von denen sicher 50% total verwackelt waren. Das Ergebnis jedenfalls ist...

Poor Little Kite (Vimeo/Youtube)

OK, vielleicht ist das kein Meisterwerk, aber hey: ein Anfang. Schön mit den doofen Effekten rumgespielt, selbst für bloße Sekündchen den richtigen Schnipsel für den Moment im Song gesucht und vor allem ewig (also 60 Minuten oder so) an einer Dramturgie für den Schnitt zur Musik gearbeitet. Was echt Spaß machte. Und als mir dann tatsächlich der Stoff für Bilder ausging, noch bevor der Refrain kam, wurde der großartige Song von Broken Social Scene gleich mit bearbeiten - was dann in bis zu vier Audio-Spuren gleichzeitg ausartete (was man kaum hört), inklusive Bildermayhem. Was für ein mieses Stilmittel. Aber der Spaß heiligt die Mittel. Auch wenn ich sowas wie Color Correction oder das angleichen der Hintergrundgeräusche schlichtweg vergessen habe. 

Wie auch immer: Eigentlich wollte ich ja bloß, dass dieser erste Gehversuch nicht einfach so in der hinterletzten Ecke des Bewegtbild-Internets verschimmelt und bin ein bisschen zufrieden mit diesem gefühldusseligen Stück Minimusikvideokurzfilm. Einfach so.

Musik: Broken Social Scene - Superconnected

Posted by Uwe Viehmann
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